Pfauenaugen-Stachelaal
Macrognathus siamensis gehört zu den Mastacembelidae, den Stachelaalen. Dabei handelt es sich keineswegs um echte Aale, sondern um lang gestreckte barschartige Fische mit einer fleischigen, beweglichen Schnauze, mit der sie den Bodengrund untersuchen. Der schuppenlose Körper ist hellbraun und wird von einem dünnen hellen Streifen durchzogen, der vom Auge bis zur Schwanzwurzel reicht. Der hintere Teil der Rückenflosse trägt drei bis sechs hell umrandete Augenflecken, die an Pfauenfedern erinnern und dem Fisch seinen Trivialnamen gaben. Der vordere Teil der Rückenflosse ist zu einer Reihe kurzer, aufrechter Stacheln reduziert, die scharf genug sind, um die Haut zu durchbohren. Tiere werden deshalb besser in einem Behälter statt in einem Netz umgesetzt, in dem sich die Flossenstrahlen unweigerlich verfangen. Als Maximallänge werden 30 cm angegeben, die meisten Aquarienfische bleiben jedoch bei etwa 20 bis 25 cm. Die Art bewohnt die Einzugsgebiete von Mekong, Chao Phraya und Maeklong sowie die Flüsse der thailändischen Halbinsel. Sie bevorzugt langsam fließendes oder stehendes Wasser wie Altarme, Sümpfe, Kanäle und Teiche über Sand, Schlamm oder Schlick. Tagsüber liegt sie eingegraben, sodass nur der Kopf sichtbar bleibt. In der Dämmerung kommt sie hervor und siebt die oberste Bodenschicht nach Insektenlarven, Krebstieren und Würmern. Saisonalen Überschwemmungen folgt sie in überflutete Wälder. Durch den Aquarienhandel ausgesetzt, hat sie sich in den Everglades Floridas etabliert. Für ein ausgewachsenes Tier eignet sich ein 180-Liter-Becken, das länger als hoch ist. Die Grundfläche ist viel wichtiger als die Höhe, und für diesen schuppenlosen Gräber ist eine mindestens 5 cm tiefe Schicht aus feinem Sand unverzichtbar; Kies scheuert die Haut auf und begünstigt Infektionen. Wurzeln, Falllaub und Schatten geben ihm Sicherheit. Eine dicht schließende Abdeckung ist zwingend, da Stachelaale durch jede Lücke entkommen. Gegenüber allem, was er nicht verschlucken kann, ist er friedlich, doch alles Passende wird gefressen; entsprechend groß müssen die Mitbewohner sein. Gefüttert werden lebende oder gefrorene Rote Mückenlarven, Artemia und Regenwürmer. Trockenpellets werden anfangs oft verweigert. Die Nachzucht gelingt in Gefangenschaft selten, und die Geschlechter lassen sich nicht zuverlässig unterscheiden.
Zum Namen : Die Art wurde 1861 von Günther als Rhynchobdella aculeata siamensis beschrieben und lange in die Gattung Mastacembelus gestellt (Mastacembelus siamensis). Der Handelsname Macrognathus siamensis wird hier beibehalten. Fische werden häufig unter dem Namen der verwandten Art Macrognathus aculeatus verkauft; importierte Tiere sollten daher sorgfältig bestimmt werden.
Wasserwerte
| Temperatur | 23 – 28 °C |
|---|---|
| pH | 6 – 7.5 |
| Gesamthärte (GH) | 5 – 20 °dGH |
Becken & Besatz
| Mindestbeckenvolumen | 180 L |
|---|---|
| Volumenbudget pro Tier | 60 L — summiert sich mit den Beckengenossen |
Das „Mindestbeckenvolumen“ ist eine sinnvolle Untergrenze, keine absolute Grenze. Das Budget pro Tier nutzt die Aqua app, um abzuschätzen, wie stark ein Becken besetzt ist.
Häufig gestellte Fragen
Welche Aquariengröße braucht Pfauenaugen-Stachelaal?
Stelle mindestens 180 Liter bereit, um Pfauenaugen-Stachelaal unter guten Bedingungen zu halten.
Welche Wasserwerte braucht Pfauenaugen-Stachelaal?
Eine Temperatur von 23–28 °C, pH 6–7.5.
Ist Pfauenaugen-Stachelaal friedlich oder aggressiv?
Sein Temperament ist friedlich.
Was frisst Pfauenaugen-Stachelaal?
Ernährung: fleischfresser.
Wie groß wird Pfauenaugen-Stachelaal?
Etwa 30 cm als ausgewachsenes Tier.
Ist Pfauenaugen-Stachelaal für Anfänger geeignet?
Haltungsanspruch: fortgeschritten.
Planst du ein Becken mit Pfauenaugen-Stachelaal?
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